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Ulrike von Thien erfüllt sich ihren Traum und gründet ihr eigenes Theater in Tostedt

bim. Tostedt. In der Region sind die Aufführungen der Tanz- und Theaterpädagogin Ulrike von Thien (59) aus Tostedt mit ihrem „Theater Kunterbunt“ in bester Erinnerung. Eigentlich hatte sie mit diesem „Kapitel“ bereits abgeschlossen. Doch ein paar Zufälle führten nun dazu, dass sie sich ihren ganz großen Traum erfüllt: ihr eigenes Theater. „Ich liebe Kunst und Menschen, die etwas auf die Bühne bringen. Ich möchte Stücke inszenieren und Geschichten erzählen, die Kinder zum Nachdenken inspirieren“, sagt Ulrike von Thien, die sich selbst als freie Künstlerin beschreibt. Davon, dass ihre „Bühne bunter Vorhang“ eine kulturelle Bereicherung für Tostedt und Umgebung sein wird, konnte sich das WOCHENBLATT bei einer exklusiven Kostprobe überzeugen.
Mathilda (16) als Bartholomäus und Amy (12) als Kümmel präsentierten Szenen aus dem Stück „Die Kikerikiste“ von Paul Maar, dem Erfinder des „Sams“. Mit beeindruckender Mimik, großem schauspielerischen Können und ganz ohne Souffleuse zeigten sie, was man mit Hingabe und Ehrgeiz erreichen kann und was sie von Ulrike von Thien gelernt haben. „Ich kann beim Theaterspielen Stress abbauen. Auch wenn ich durch das Spielen weniger Zeit habe, sammle ich dabei viele Erfahrungen, die ich auch für die Schule brauche, wie Konzentrationsfähigkeit“, erklärte Mathilda. Unter anderem wegen ihrer Theatererfahrung wird sie demnächst ein Regieassistenz-Praktikum bei Theaterregisseur Daniel Karasek in Kiel absolvieren.
Junge Künstlerinnen wie sie waren es auch, die die 59-Jährige nach drei Jahren Theaterabstinenz drängten, ihre kreative Arbeit wieder aufzunehmen. Mathilda war bereits zehn Jahre lang mit dem „Theater Kunterbunt“ aufgetreten.
Wie eine Fügung erschien es für Ulrike von Thien, dass die Räume Unter den Linden 39 (B75, hinter der umgezogenen Kung Fu School), die einst Lager- und Arbeitsräume für ihren Vater als Inhaber zweier Tante Emma-Läden waren und die jahrzehntelang verschiedenen Institutionen als Möbellager dienten, plötzlich zur Verfügung standen. Und sie die Gelegenheit bekam, die Bestuhlung des Imperial-Theaters Hamburg zu erwerben. „Es war, als ob eine Ära endet und eine neue beginnt“, so Ulrike von Thien.

Theaterpädagogin Ulrike von Thien mit den zwei Darstellerinnen Amy (12, li.) und Mathilda (16, re.)

Den nötigen Umbau der Räume hat ihr Ehemann Leon übernommen. In dem kleinen Theater soll es 40 Plätze geben. Unterstützt wird Ulrike von Thien bei der Umsetzung ihrer Ideen weiterhin von einem Musiker und einer Kostümbildnerin.
Die Aufführungen starten Mitte April und sollen – außer in den Ferien – einmal im Monat stattfinden. Zunächst wird das Stück „Die Kikerikiste“ präsentiert, in dem es um Freundschaft, Versuchungen und Manipulation geht. Mit dem kindlichen Publikum soll nach der Aufführung kurz über den Inhalt gesprochen werden. Weitere Stücke, die Ulrike von Thien auf ihre „Bühne bunter Vorhang“ bringen will, sind u.a. „Hunger“, in dem es um Magersucht geht, „An der Arche um acht“, „Der kleine Prinz“ oder „Das Un“.
„In jedem Anfang wohnt ein Zauber. Ich wünsche mir, dass hier etwas Schönes lebendig wird und alle Plätze besetzt werden“, so die Theaterpädagogin.
Die „Bühne bunter Vorhang“ kann auch für Lesungen, Kleinkunstaufführungen, Filme und Sketche gemietet werden. Interessenten wenden sich an Ulrike von Thien unter Tel. 04182-292331.

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Vorhang auf für das neue Kindertheater

Von Bianca Wilkens

Foto: Bianca Wilkens / HA

In dem Stück Kikerikiste von Paul Maar geht es um den wahren Wert der Freundschaft. Unter anderem stehen Elsa Stallard, 14, und Roman Lamprecht, 12, auf der Bühne

Dem Risiko zum Trotz eröffnet Tanz- und Theaterpädagogin Ulrike von Thien Spielstätte. Tag der offenen Tür am Wochenende.

Tostedt.  Andere Theater machen zu, Ulrike von Thien, 59, aus Tostedt macht eines auf. Beim Gedanken daran lacht sie kurz auf und sagt: „Ja, eigentlich ist es verrückt.“ Aber die Umstände waren günstig für ein eigenes Theater – für ihren Lebenstraum: Sie hatte Zugriff auf einen Raum, neue Theaterstühle und vor allem engagierte Kinder, die unbedingt weiter spielen wollten.

Eigentlich hatte die Tanz- und Theaterpädagogin längst mit dieser Ära abgeschlossen. Zehn Jahre lang verantwortete sie das Theater Kunterbunt, führte regelmäßig in der Vielharmonie in Tostedt Stücke auf und tourte mit der Crew in die Umgebung.

Es begann in den 90er-Jahren mit Peterchens Mondfahrt und endete 2012 mit dem Nussknacker. Allein schon organisatorisch war es ein Kraftakt. An einem Tag Aufführung in Seedorf, Abbauen, weiter nach Scheeßel, Aufbauen, wieder spielen.

Zu den Stücken, die Ulrike von Thien in ausverkauften Sälen zeigte, zählten unter anderem die kleine Hexe und Schneewittchen. „Mit dem Nussknacker endete es. Das war richtig toll mit wunderschönen Kostümen. Aber trotzdem war es zuviel“, sagt Ulrike von Thien. „Wenn es so große und teure Produktionen sind, steigt der Druck irgendwann immer mehr.“


Der Theaterraum in Tostedt war einst ein Stall und diente zuletzt als Möbellager

Vor vier Jahren hatte sie keine Kraft mehr und beschloss, sich vom Theater zu verabschieden. Doch das wollten die Kinder aus dem Ensemble nicht zulassen. Eines Tages standen sie vor Ulrike von Thiens Tür. „Wir haben gesagt, dass es weitergehen muss, dass sie nicht aufhören darf“, erzählt Elsa Stallard, 14, aus Kakenstorf, die sich noch gut daran erinnert. Das war vor etwa drei Jahren.

Also ging es weiter – mit Proben im Keller. Dann ergab sich vor gut einem halben Jahr die Chance auf eine eigene dauerhafte Spielstätte. Der Raum ihres Vaters im Innenhof Unter den Linden 39 in Tostedt, ein ehemaliger Stall, wurde nicht mehr als Möbellager gebraucht. Damit war der Anfang gemacht. Dass kurz darauf das Imperial Theater in Hamburg seine alte Bestuhlung aussortierte, erschien Ulrike von Thien wie ein glücklicher Zufall.

Amy Stunkat (r.) und Elsa Stallard in Aktion. Sie führen das Stück Kikeri-Kiste auf der neuen Bühne „Bunter Vorhang“ auf. Foto: Bianca Wilkens / HA

Monat für Monat werkelte Ulrike von Thiens Mann Leon im Raum und verwandelte das Möbellager in die „Bühne Bunter Vorhang“. Wer will, kann sich am Sonnabend, 23. April, 11 bis 17 Uhr, ein Bild davon machen. Dann öffnet das neue Theater zum ersten Mal seine Türen. Am darauffolgenden Tag, Sonntag, 24. April, laufen die ersten Vorstellungen des Stücks Kikerikiste vom Sams-Erfinder Paul Maar (siehe Infokasten).


Ohne Subventionen haben es Theater heute schwer zu überleben

Ulrike von Thien weiß um das Risiko angesichts mancher Schlagzeilen über kriselnde Theaterbetriebe und den Spardruck. „Ohne Subventionen ist es für die Theater heute schwer zu überleben“, sagt sie. „Ich hoffe, dass sich mein Haus trägt.“ In den vergangenen Tagen vor der Premiere am Wochenende gaben sich die Schauspieler noch den letzten Schliff.

Wer hier auf der Bühne steht, weiß, was im Schauspiel wie wirkt. „Bei Ulrike lernt man so viel“, sagt der zwölfjährige Roman Lamprecht aus Kakenstorf. „Da geht es nicht nur einfach darum, den Text auswendig zu lernen.“

Die Kinder profitieren auch im Schulalltag vom einstudierten Theater. „Es hilft mir, wenn ich Referate halte. Dann bin ich nicht so aufgeregt“, sagt Elsa Stallard aus Kakenstorf. „Und es macht mega Spaß, den Frust in einer Rolle abzulassen.“ Sie ist schon ein alter Hase. Seit 2008 gehört das 14-jährige Mädchen dem Ensemble an.

Wie zuvor im Theater Kunterbunt gilt auch bei der „Bühne Bunter Vorhang“ das Prinzip, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Ensemble gehören. „Das finde ich besonders schön“, sagt die Kostümbildnerin Johanna von Frieling, 30, aus Riepe.

Egal wie alt die Schauspieler sind, auf der Bühne arbeiten sie auf Augenhöhe. „Das ist ganz entscheidend, um miteinander in einen kreativen Prozess gehen zu können“, sagt Ulrike von Thien.

Den anzuleiten und dabei die Balance zwischen pädagogischem und künstlerischem Anspruch zu halten, empfindet sie immer wieder als Abenteuer. „Wichtig ist, genau zu schauen, wie wir eine Verbindung zum Publikum hinbekommen“, sagt sie. „Ich finde es toll, wenn Kinder für Kinder spielen. Das hat für mich was.“

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Ein Drama um Magersucht im Theater

Von Bianca Wilkens

Foto: Leander von Thien / HA

Anhand einer Mädchenfreundschaft und der ersten Liebe erzählt das Stück „Hunger“, wie eine Sucht entstehen kann

Vorhang auf! Die Bühne Bunter Vorhang präsentiert in Tostedt das Theaterstück „Hunger“ von Jana Voosen.

Tostedt.  Eines ernsten Themas nimmt sich das kleine Theater Bühne Bunter Vorhang in Tostedt an: Magersucht. Theaterleiterin Ulrike von Thien zeigt „Hunger“ von Jana Voosen. Am Beispiel einer Mädchenfreundschaft und der ersten Liebe erzählt das Theaterstück, wie eine Sucht entsteht.

Das ist die Story: Nele und Mara, beide 15 Jahre alt, sind beste Freundinnen. Nun hat sich Mara in einen Mitschüler verliebt, mit dem sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen macht. Doch der Junge trennt sich von ihr. Maras Verliebtheit und ihr Schmerz bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Freundschaft zu Nele. Ihre absurde Konkurrenz um das „richtige“ Selbstbild als Frau nimmt einen lebensbedrohlichen Verlauf.


Neue Spielstätte

Erst im vergangenen Jahr hat die Tanz- und Theaterpädagogin Ulrike von Thien die neue Spielstätte in Tostedt eröffnet. Zuvor hatte sie zehn Jahre lang das Theater Kunterbunt verantwortet und regelmäßig in der Vielharmonie in Tostedt Stücke aufgeführt, etwa Peterchens Mondfahrt oder Nussknacker. Dann ergab sich mit dem Raum im Innenhof von Unter den Linden 39 eine Chance auf eine eigene Spielstätte in Tostedt.

Der Raum diente einst als Möbellager. Mit der alten Bestuhlung des Imperial Theaters in Hamburg machte Ulrike von Thien daraus ein kleines Theater, das sie im April 2016 eröffnete. „Kikerikiste“ war das erste Stück, das sie zeigte.

Das Stück „Hunger“ richtet sich an Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und dauert 70 Minuten. Premiere ist am Freitag, 17. Februar, 20 Uhr, auf der Bühne Bunter Vorhang, Unter den Linden 39, in Tostedt. Weitere Termine: Sonnabend, 18. Februar, 20 Uhr, sowie Freitag, 10. März, Sonnabend, 25. März, Sonnabend, 29. April, und Sonnabend, 13. Mai, jeweils 19 Uhr.

Karten sind bei Buch und Lesen, Unter den Linden 16, in Tostedt (Telefon 04182/3138) erhältlich und kosten zehn Euro pro Person. Lehrer und Erzieher, die mit ihrer Kita-Gruppe oder Schulklasse eine der Aufführungen besuchen möchten, können Termine unter der Telefonnummer 04182/29 23 32 vereinbaren. Im Theater stehen 40 Plätze zur Verfügung.

Die Bühne Bunter Vorhang sucht Mitstreiter. Wer Lust hat, als Schauspieler im Ensemble, als Künstler oder Kreativer mit eigenem Format mitzumachen, kann sich mit Ulrike von Thien unter Telefon 04182/29 23 32 in Verbindung setzen.

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Liebe dich selbst – das ist deine einzige Chance!

„Hunger“:
Theaterabend im Gymnasium Am Kattenberge setzte sich eindrucksvoll mit dem Thema Magersucht und Ess-Störung auseinander

Foto: po

Was als freundschaft-licher Wettstreit begann, endet in der Magersucht. Die Akteurinnen der Bühne Bunter Vorhang aus Tostedt brachten das Stück „Hunger“ eindrucksvoll auf die Bühne des GAK

Buchholz. Selten wohl war Suchtpräventionsarbeit am Gymnasium Am Kattenberge Buchholz (GAK) so eindrucksvoll wie an diesem Abend. Selten sind wohl so viele Schüler, Eltern und Lehrkräfte so nachdenklich nach Hause gegangen: „Hunger“ hieß das Theaterstück der „Bühne Bunter Vorhang“ aus Tostedt, das am GAK aufgeführt wurde. Im Mittelpunkt stand eine Mädchenfreundschaft in der eine der beiden 15-Jährigen lebensbedrohlich an Magersucht erkrankt.

In dem von Ulrike von Thien inszenierten und von zwei schauspielerfahrenen Schülerinen der Rudolf-Steiner-Schule gespielten Stück wurden die Mechanismen einer Magersucht eindrucksvoll deutlich.

Aus dem Wunsch, dem gesellschaftlichen Körperideal von Frauen zu entsprechen, und aus einer Wette, wer im Wettkampf um die Jungs am dünnsten werden würde, entsteht ein nicht mehr zu stoppender Teufelskreis der Magersucht. „Dann iss doch einfach wieder“, herrscht Mara ihre Freundin Nele irgendwann an. „Ich kann nicht“, antwortet diese.

„An einem bestimmten Punkt dieser Krankheit ist es eben keine freie Entscheidung mehr zu essen“, erläutert Regina Terner, Organisatorin des Abends und Beratungslehrerin am GAK. „Dann wird es – wie bei Nele – lebensbedrohlich und es hilft nur noch ein langwieriger Klinikaufenthalt.“

Im Anschluss an das Theaterstück konnten die zahlreichen Schüler sowie deren Eltern bei einer Diskussionsrunde fünf Expertinnen zum Thema Ess-Störungen und Magersucht befragen. „Viele Kinder und Eltern trauen sich nicht zu uns zu kommen, weil sie glauben, die Schuld für diese Krankheit zu haben. Es gibt hier aber nur Verantwortung, keine Schuld“, so Gundula Göbel, renommierte Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche aus Buchholz: „Deshalb rate ich allen, wenn es irgendwo einen Verdacht auf Magersucht gibt, das sehr rechtzeitig und sehr offen anzusprechen und sich schnell professionelle Hilfe zu suchen. Allein ist das Problem irgendwann nicht mehr zu lösen.“

Unterstützt wurde dieser Abend im Rahmen der Suchpräventionsarbeit des Gymnasiums Am Kattenberge vom Gleichstellungsreferat der Stadt Buchholz, der Kreisjugendpflege sowie der Kinderstiftung St. Paulus. Seine entscheidende Botschaft vermittelte Nele im Theaterstück ihrer Freundin Mara: „Hol dir deine Anerkennung niemals von außen, niemals von anderen Menschen. Liebe dich selbst. Das ist deine einzige Chance!“

Weihnachtsmärchen Ox und Esel

(ad) TOSTEDT. Seit einem Jahr öffnet sich regelmäßig an der B75 der „Bunte Vorhang“. Gemeint ist damit der erfüllte Kindheitstraum von Tanz- und Theater-Pädagogin Ulrike von Thien, die vergangenes Jahr das Theater „Bühne Bunter Vorhang“ eröffnete.

Die 60-Jährige hatte nach 10-jähriger Vorbereitung in Tostedt die Möglichkeit und den Mut gefunden, dieses Kindertheater zu eröffnen. Die Location dazu hat schon viel erlebt, nun kommen noch unzählige Geschichten dazu: Vormals war es ein Lager für ein Möbelgeschäft und noch viel früher, als Ulrike noch ein kleines Mädchen war, war das die Scheune ihres Vaters, in der ein LKW stand und Eier gestempelt wurden. Und nun wird hier Theater gespielt. Eine große Bühne, sehr gut ausgeleutet. Die Wände unverputzt mit rohem Stein, hölzerne Fensterläden. Rund vierzig Zuschauer finden hier bequem Platz, bequem kann absolut wörtlich genommen werden.

Selbst die Plüschsessel haben schon eine eigene Geschichte: Sie waren früher im alten Imperial-Theater in Hamburg. Das aktuelle Weihnachtsmärchen „Ox und Esel“ von Norbert Ebel, ist eine Art Krippenspiel für die ganze Familie. Die klassische Weihnachtsgeschichte wird ins Tierreich transportiert und aus der Sicht des Ochsen und des Esels geschildert.

Der Ox kommt hungrig nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und findet dort ein kleines Häufchen Mensch in seiner Krippe. Also genaugenommen mitten in seinem Essen. Ein wenig ratlos soll ihm da der Esel helfen. Die beiden Pflegeeltern wider Willen sehen sich mit ganz rudimentären Problemen konfrontiert. Wie ernährt man ein Kind, wie legt man es trocken und wo sind eigentlich die Eltern?

Bei so vielen Problemen will der Ox das Kind schnell wieder loswerden, aber…ist es vielleicht das Jesuskind?

Das Stück für Kinder ab vier Jahren wird zwischen dem 25. November und 17. Dezember noch vielfach aufgeführt. Die Startzeiten liegen zwischen 16. und 17. Uhr. Für rund die Hälfte der Aufführungen sind noch Tickets erhältlich. Für Gruppen und Schulklassen sind individuelle Termine möglich.

Das Theater ist an der B75 (Unter den Linden 39) zu finden, schräg gegenüber der Esso-Tankstelle. Dort einfach die Einfahrt herab gehen und im urigen Hinterhof ist es nicht zu übersehen. Karten gibt es im Vorverkauf bei Buch & Lesen (Unter den Linden 16) und direkt bei Ulrike von Thien,

Telefon: 04182 / 292331

Wer Lust hat, nicht nur als Zuschauer dabei zu sein, sondern ebenfalls auf der Bühne, kann sich ebenfalls direkt bei Ulrike von Thien melden, Erwachsene sind ebenso willkommen wie Kinder ab etwa neun Jahren.

Szenenbild                                          Foto: Eing.  

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Weihnachtsgeschichte mal anders

Von Bianca Wilkens

Foto: Bianca Wilkens

Mathilda Maack und Elsa Stallard spielen das Stück Ox und Esel von Norbert Ebel. Es erzählt die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive der Tiere im Stall

Die Bühne Bunter Vorhang zeigt ein besonderes Theaterstück über Ochse und Esel – Morgen ist Premiere.

Tostedt.  Das Stück „Ox und Esel“ handelt von der bekanntesten Erzählung der Welt: der Weihnachtsgeschichte. Allerdings erzählt es sie aus der Sicht von Ochse und Esel. Das Kinder- und Jugendtheater „Bunter Vorhang“ in Tostedt führt das Stück in der Wintersaison auf. Morgen ist Premiere.

Ox kommt von der schweren Arbeit nach Hause und hat Hunger. Doch was ist das? Er entdeckt ein kleines Häufchen Mensch in seiner Krippe. Mitten in seinem Essen. Was nun? Esel soll helfen. Plötzlich sind die zwei Pflegeeltern geworden und müssen sich mit völlig neuen Fragen auseinander setzen: Was isst so ein Kind? Wie legt man es trocken? Ox will den ungebetenen Gast schnell wieder loswerden. Aber: Vielleicht ist es das Jesuskind? Es ist schließlich die Zeit dafür.

Seit einem Dreivierteljahr proben die Schauspieler des Kinder- und Jugendtheaters „Bühne Bunter Vorhang“ dafür. Leiterin Ulrike von Thien möchte damit Familien auf Weihnachten einstimmen. Es eigne sich zudem gut für ihr Theater, da es nicht mehrere Bühnendekorationen erfordere, sagt sie. Ihr Mann, Tischler Leon Marquardsen, hat die Bühne für die Stallkulisse mit Lerchenholz ausgekleidet.

Die „Bühne Bunter Vorhang“ ist ein junges Theater. Die Tanz- und Theaterpädagogin hat es im Frühjahr 2016 eröffnet. Als der ehemalige Stall in dem Tostedter Hinterhof nicht mehr als Möbellager gebraucht wurde, nutzte sie die Chance für eine eigene DauerSpielstätte mit 40 Sitzplätzen. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet sie die Theaterstücke.

„Es war die richtige Entscheidung, das Theater aufzumachen“, sagt Ulrike von Thien. Es funktioniere aber auch nur so gut, weil die Schüler hart an sich und ihre Schauspielkunst arbeiteten. So wie Mathilda Maack und Elsa Stallard von der Rudolf-Steiner-Schule in Kakenstorf, die schon beim Start der Proben ihre Texte beherrschen. Neben ihnen schlüpfen Cordula Brodersen und Roman Lamprecht sowie Amy Stunkat in die Rollen von Ox und Esel.

Ox und Esel, Theater Bunte Bühne
Tostedt, Unter den Linden 39, Aufführungen:
Sa, 25.11., und 2. 9.,16.12., So, 26.11., und 3., 17.12., jeweils 16 Uhr, So, 10.12., 11+17 Uhr, Mo, 27.11., und 4.,11.12. sowie Do, 30.11. und 7.,14.12., jeweils 17 Uhr. Karten zu 10 Euro bei Buch und Lesen in Tostedt, Tel. 04182/3138.

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Kleinkunst vorm Bunten Vorhang

Bianca Wilkens

Foto: Bühne Bunter Vorhang / HA

Ferrari Küsschen führt eine A-cappella-Show mit raffinierten Arrangements auf

Theatergründerin Ulrike von Thien nimmt in Tostedt Lesungen und Konzerte ins Programm auf.

Tostedt. Die Theater- und Tanzpädagogin Ulrike von Thien, bekannt für ihre Kinder- und Jugendtheaterstücke, bringt jetzt Kleinkunst auf die Bühne Bunter Vorhang. „Um außer Kindern und Jugendlichen auch einen weiteren Kreis anzusprechen, haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr weitere besondere Künstler zu uns einzuladen“, sagt sie. „So eine Kleinkunstbühne war immer mein Traum“, sagt die Theaterleiterin Ulrike von Thien. Ihr Schwerpunkt bleibe aber die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Geplant sind die Stücke „Katt und Fredda“ sowie „Chicachica“.

Als erstes liest die Schauspielerin Janette Rauch aus dem Roman „Mitten ins Herz“ von Doris Dörrie. „Für mich ist es ein inneres Vergnügen, diese wunderbaren Geschichten zu lesen“, sagt Janette Rauch.

Sonnabend, 3. März, 19.30 Uhr/15 Euro

Nordische Chansons gibt es von der Flensburger Band Friedrich Jr. Die um den Sänger, Gitarristen und Texter Jan Hamann gegründete Band verwebt Pop, Folk und Chanson mit maritimen Elementen.

Freitag, 9. März, 20 Uhr/12 Euro, Reservierung unter Telefon 0152/53303572.

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„Bühne bunter Vorhang“: Über Glaube und ersten Sex

Wann? 20.10.2018 20:00 UhrWo? Bühne bunter Vorhang, Unter den Linden 39, 21255 Tostedt

Im Gespräch: Tess, gespielt von Mathilda Maack (re.), und Imra, dargestellt von Kathleen Sembach Foto: Elsa StallardTostedt: Bühne bunter Vorhang | bim. Tostedt. Das Jugendtheater-Stück „Chica Chica“ von Maarten Bakker wird in der Tostedter „Bühne bunter Vorhang“ aufgeführt. Eine Vorstellung über das Erwachsenwerden.
Zur Handlung: Tess und Imra, beide 15 Jahre alt, sind neu in der Schule. Tess ist ein
deutsches Mädchen, hat ein loses Mundwerk, einen Freund und sagt, was sie denkt. Imra ist Türkin. Sie trägt ein Kopftuch und hat ihre eigene Meinung. Schnell geraten sie in Streit: Über die Kopftuchfrage, über Ausgrenzung, über Glaube und über den ersten Sex.
Auch die Auseinandersetzung mit sexuellen Übergriffen wird in dem Jugendstück thematisiert. Durch den Dialog mit Imra kann Tess sich zum ersten Mal jemandem über ihre Vergangenheit öffnen. Dabei kommen sich beide trotz aller Unterschiede immer näher.
Geeignet für Zuschauer ab zwölf Jahren. Karten zum Preis von 10 Euro gibt es bei Theater-Chefin Ulrike von Thien, Tel. 04182-292332, sowie bei „Buch & lesen“ in Tostedt, Tel. 04182-3138.
• Freitag und Samstag, 19. und 20. Oktober, jeweils um 20 Uhr, „Bühne bunter Vorhang“, Unter den Linden 39, in Tostedt, Jugendtheater 19./20.10. Fr./Sa.

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Shaul Bustan-Trio zu Gast in Tostedt

Wann? 27.10.2018 20:00 UhrWo? Bühne bunter Vorhang, Unter den Linden 39, 21255 Tostedt 

Die drei Virtuosen Shaul Bustan (u.a. Oud), Liron Yariv (Cello) und Héloïse Lefebvre (Geige) gestalten ein Konzert der besonderen Art (Foto: Jan von Holleben)Tostedt: Bühne bunter Vorhang | bim. Tostedt. Das Shaul Bustan-Trio ist am Samstag, 27. Oktober, um 20 Uhr auf der „Bühne bunter Vorhang“ in Tostedt, Unter den Linden 39, zu Gast. Die Musik des Trios entspringt aus den Kompositionen von Shaul Bustan – eine einzigartige Mischung aus israelischer Musik mit europäischen Klängen und Musik aus der Wüste, inspiriert durch seine eigene musikalische Familiengeschichte.
Shaul Bustans Urgroßvater, der aus dem Iran kam, entstammte einer musikalischen Familie. Er spielte auf traditionellen Instrumenten und sang persische Volksmusik am Hof des Königs. Shauls anderer Urgroßvater, geboren und aufgewachsen in Rumänien, war nicht nur ein großer Opern-Liebhaber, sondern er trug auch jiddische Lieder auf der Gitarre vor und brachte den Menschen die jiddische Folklore nahe.
Shaul Bustan (Kontrabass, Oud, Perkussion und Komposition) ist in Israel aufgewachsen. Als Dirigent, Komponist und Musiker hat er mit verschiedenen Ensembles und Orchestern in Israel, Deutschland, Österreich, Holland und den USA zusammengearbeitet, u.a. dem Israel Philharmonic Orchestra, der Los Angeles Jewish Symphony, Koninklijke Harmoniekapel Delft und dem Tiroler Ensemble für neue Musik.
Die drei Virtuosen Shaul Bustan (Kontrabass, Oud und Perkussion), Liron Yariv (Cello) und Héloïse Lefebvre (Geige) gestalten ein Konzert der besonderen Art mit faszinierenden, neuen Klängen und Improvisationen, die mitreißen. Eine Musik, die Geschichten erzählt.
Karten zum Preis von 20 Euro gibt es bei Theater-Chefin Ulrike von Thien, Tel. 04182-292332, sowie bei „Buch & lesen“ in Tostedt, Tel. 04182-3138.

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